Sonntag, 28. November 2010

Männer: Wie der Phönix aus der Asche

Angermünde (fb) Selbst bei Minusgraden bleibt es in der Angermünder Hölle heiß: In der Verbandsliga Nord bezwang die Männermannschaft des HC 52 Angermünde (10. Platz) den Favoriten aus Perleberg (2. Platz) souverän mit 34:28 (14:9) und klettert somit um einen Rang nach oben. Der SV B.-W. Perleberg kann trotz der derben Niederlage den Silberplatz sichern.

Einen Spieltag zuvor mussten die HCA-Männer beim Schlusslicht SV 63 Brandenburg West II antreten und lieferten dort eine ihrer schlechtesten Saisonleistungen ab. Denkbar knapp mit 34:32 verloren die Uckermärker die Partie, die kurz vor Spielende noch hätte gedreht werden können. Ohne die Moral zu verlieren und den Kopf hängenzulassen, konzentrierten sich die Akteure auf das wichtige Heimspiel gegen Perleberg. Auch mit Hilfe der Sportpsychologin Kathrin Heinz wurde besonders das geistige Training in den Vordergrund gerückt, mit dem Ziel, die Konzentrationsschwächen abzustellen, den Gegner psychologisch zu beherrschen und in dem aktiven Spielgeschehen die Oberhand zu gewinnen.

Mit dem Anpfiff wurde es seit langem mal wieder laut in der Angermünder Hölle. Unter dem Einfluss der Trommel zeigten die Gastgeber von Beginn an, wer der Herr im Hause war. Die Deckung stand nahezu unüberwindbar und die Angermünder Außenspieler zeigten bei den Kontern ihre Spritzigkeit. Nach zehn Minuten stand es bereits 7:1. Nicht nur Fischer im Tor überragte besonders in der Anfangsphase, auch das kollektive Abwehrgefüge. Im eigenen Angriff nutzte Brederecke die kleinste Lücke und beförderte den Ball in die Maschen. Ab dem Spielstand von 9:3 wurde die Partie immer ausgeglichener. Über die Stationen 10:5, 12:7 und 13:8 konnten die Uckermärker konstant einen Fünf-Tore-Vorsprung halten. Dabei zeigten die Angermünder immer wieder ihre Konditionsstärke und erzielten weit über die Hälfte der Treffer über die zweite Welle und den Einzelkontern. Mit schon sechs Zwei-Minuten-Zeitstrafen seitens des HCA und keiner für den SV B.-W. ging es hochverdient mit 14:9 in die Kabine.

„Wir müssen den Gegner auch die zweiten dreißig Minuten schätzen“, so Coach Abel. „Ganz falsch wäre ihn trotz unserer gezeigten guten Leistungen zu unterschätzen.“

Mit dem Wiederanpfiff bekamen die Zuschauer erneut eine gute Startphase zu Gesicht. Die ersten vier Angriffe der Gäste wurden abgefangen. Sofort konterten Bailleu, Villain, Bastkowski und Plötz und erhöhten so auf 18:9. Selbst die zeitige rote Karte von Stammspieler Svarovsky in der neunten Minute von Hälfte zwei konnte den Lauf der Angermünder nicht stoppen und so zogen die Uckermärker weiter am Strang und pochten auf den dritten Saison- und Heimerfolg. Beim Stand von 25:15 war die Messe endgültig gelesen. Besondere Probleme hatten die Perleberger das gesamte Spiel über mit der robusten Abwehr des HCA. Das frühe Heraustreten und Stören ließ dem eigentlichen Favoriten wenig Raum für kreatives Spiel. Auch Villain bekam in der zweiten Hälfte noch die rote Karte, doch auch diese Schiedsrichterentscheidung sollte das Resultat nicht mehr kippen. Beim Stand von 28:17 hörte man von der Tribüne die ersten Fan- und Siegesgesänge. Ab dem Zeitpunkt bekam jeder der vierzehn HCA-Spieler nochmals die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Zwar schafften die Gäste bis zum Abschluss durch eine direkte Manndeckung etwas Ergebniskosmetik, aber die Heimmannschaft hatte in dieser Partie, in der Jungspund Branding den letzten Siebenmeter verwandelte, eindeutig die Nase vorn. So endete eine vom HCA konstant geführte Partie mit der besten Saisonleistung und einem 34:28 Endresultat.

Coach Abel ist zufrieden mit seinen Jungs. „Wir sind insgesamt 71 Angriffe gelaufen, das zeigt ein schnelles Spiel. Wir haben uns auch nicht von den insgesamt elf Zeitstrafen beeindrucken lassen und konstant bis zum Abpfiff die Begegnung bestritten.“

Kommendes Wochenende probieren die HCA-Männer an diese Leistung anzuknüpfen, wenn sie am 04.12.2010, 17:00 Uhr die HSG KSV Teltow/Ruhlsdorf empfangen.

Für den HCA spielten: A. Fischer, R. Riege – A. Villain (6 Tore/davon 1 Siebenmeter), J. Plötz (8), F. Bastkowski (6), S. Taube (5/2), F. Bailleu (4), M. Brederecke (3), C. Mercier (1), P. Svarovsky (1), H. Branding (1/1), D. Reinicke, M. Gutt, C. Schlese

Montag, 22. November 2010

männliche Jugend C: Auswärtssieg im Spitzenspiel

Hennigsdorf (wk) Das war ein echter Krimi! Schon in der Vorbereitung auf dieses Spiel spürte man das Kribbeln bei den Angermünder Handballern.

Und dann ging es los beim bisherigen Spitzenreiter. Gleich mit dem Beginn der Partie war klar, das wird ein spannungsgeladenes Spiel.Den besseren Start erwischten die Gäste. Klug eingestellt in der Deckung sorgten sie auch vorn für Furore.Marc Habermann eröffnete nach einem tollen Kreisanspiel den Angermünder Start. Aber der Gastgeber war stark und blieb immer dran. Nach dem 2:2 in der 6.Minute dann der erste Ausrissversuch der Angermünder. Mario Hahne traf auf der für ihn ungewohnten Aussenposition mehrfach und der Gast führte plötzlich mit 5:3.

Aber der Gastgeber ließ nicht locker, kämpfte sich wieder heran und führte erstmals beim 6:5(13.Minute). Nun ging es heiß her. Es entwickelte sich aus dem spannenden Spiel nun auch ein wirklich gutklassiges Spiel auf beiden Seiten. Gelungene Kombinationen, Einsatzbereitschaft und platzierte Würfe - für die Zuschauer ein wirklicher Krimi. Das bessere Happyend zur Pause hatten dabei die Gäste vom HCA. Mit einem 16:14 -Vorsprung ging es in die Halbzeitpause.

Die HCA-Jungen gingen dann hochmotiviert in die 2.Halbzeit.Dieser Vorsprung sollte nicht mehr hergegeben werden.Und so ging es auch gleich erfolgreich weiter. Max Wolak und Niki Zielke trafen aus dem Rückraum und auf einmal war der HCA mit 5 Toren vorn(22:17-32.Minute). Der Gastgeber schien anfangs geschockt, erholte sich dann aber nach und nach.Auf Angermünder Seite sorgte vor allem Eric Pazio mit seinem Außen Max Thönneßen für gekonnte und torgefährliche Aktionen. Nach dem 26:21 in der 40.Minute durch Max Wolak schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein.Aber ein C-Jugendspiel ist erst nach 50 Minuten zu Ende. Der Gastgeber setzte alles auf eine Karte und kam tatsächlich noch einmal heran.Eine Reihe von Strafwürfen, Zeitstrafen(auch für den Gäste-Coach)und technische Fehler machten des Spiel nochmals dramatisch. In der 47.Minute der 27:28 Anschlusstreffer für Hennigsdorf. Team Timeout für den HCA. Dann endlich auch einmal ein Strafwurf für die Gäste. 40 Seku

 nden vor Spielende der entscheidende Wurf. Max Wolak trifft, der HCA jubelt.Der letzte Treffer (Siebenmeter zum 28:29) war nur noch Statistik. Jubelnd lagen sich die Angermünder in den Armen. Das war nochmals ein hartes Stück Arbeit.Am Ende ein knapper, aber auch verdienter Sieg gegen einen starken Gegner, sowie ein faires Spiel.

Für den HCA spielten: C.Püschel,A.Mundt; M.Thönneßen(2),D.Zielke(5),
E.Pazio(7),M.Habermann(2),L.Branding(1),M.Toll(1),M.Hahne(4),M.Wolak(6)
K.Baumgart(1).


Sonntag, 7. November 2010

Männer: Spannung bis zur letzten Sekunde

Angermünde (fb) In einem wahrlichen Handballkrimi in der Verbandsliga Nord konnte sich die bisher ungeschlagene Mannschaft aus Grünheide gegen den HC 52 Angermünde durchsetzen. Der Tabellenführer musste lange um die zwei Punkte zittern und bezwang erst in der Schlussphase den Gastgeber mit 25:26 (15:11). Für den HCA, der weiterhin auf Platz 10 der Tabelle verweilt, war das die erste Heimniederlage der Saison.
  
Schon vor Spielbeginn betonte Coach Abel, das Hauptaugenmerk in dieser Partie auf die Konzentration zu legen. „Wir dürfen es uns nicht erlauben, Konter zu verwerfen und den Ball leichtfertig abzugeben.“ Nach einer motivierenden Erwärmung wollten die Angermünder an die Vorjahresleistung anknüpfen, in der sie den Grünheider SV II noch mit 31:25 zurück in die Heimat schickten.
  
Mit dem Anpfiff boten die Gastgeber dem Publikum ein attraktives Handballspiel. Sämtliche Akteure auf dem Feld zeigten von Anfang an eine solide Leistung. Die erste Zwei-Minuten-Zeitstrafe von Außenspieler Plötz in der zweiten Spielminute kennzeichnete gleich das aggressive Abwehrverhalten. „Die Grünheider sollen sich die Tore verdienen und mit viel Respekt in den Angriff gehen“, lautete eine Anweisung von Abel. Besonders in der Anfangsphase kam es zum ständigen Hin und Her. Über die Stationen 1:2, 3:3 und 7:6 zeigte sich Ausgeglichenheit der beiden Teams. Auf Angermünder Seite war es ein ums andere Mal Brederecke, der die Lücke in der Abwehr entdeckte und den Ball in die Maschen beförderte. An der Kreisposition rackerten Bräunig und Villain und schafften so Lücken für die Nebenmänner. Beim Stand von 9:8 stand dann auch die Abwehr besser. Immer wieder verzweifelten die Gäste an der Robustheit und mussten binnen weniger Minuten zusehen, wie sie auf bis zu 15:10 ausgekontert wurden. „Die Kondition stimmt, die Moral stimmt und der Siegeswille ist erkennbar“, hörte man nur von der Auswechselbank. Mit einem souveränen Vier-Tore-Puffer zur Halbzeit (15:11) ging es für die Angermünder in die Kabine.

Zweifellos war es bis dato eine der besten Leistungen, die der HCA bisher  gezeigt hatte. „Wenn wir weiter so kämpfen, dann schaukeln wir diese Partie nach Hause und klauen dem Aufstiegsaspiranten die zwei Punkte“, so Rückraumspieler Branding.

Kurz nach dem Wiederanpfiff mussten die Uckermärker erst einmal kräftig schlucken. Brederecke und Taube sahen fast zeitgleich eine Zeitstrafe. Für die übriggebliebenen vier Feldspieler war es nun besonders schwierig, in doppelter Unterzahl gegen den Tabellenführer gegenzuhalten. In dieser Phase kämpften sich die Gäste auf 16:16 heran – Der Vorsprung war verspielt, es war wieder alles offen. Kurze Zeit später bekam Villain für zu hartes Eingreifen die rote Karte. Der für den HCA so wichtige Mann konnte den weiteren Spielverlauf von der Zuschauerbank verfolgen. Für die Angermünder war das ein Schlag ins Gesicht, doch sie haben nicht aufgegeben und weiter auf die zwei Punkte gepocht. Zwar bröckelte die eigene Abwehr, aber im Angriff zeigte man durch Svarovsky Kreativität, hielt somit das Spiel spannend und den Puls der Zuschauer hoch. Besonders erfreulich ist, dass in der Spielphase alle Konter verwandelt wurden und sich diese Torausbeute im Vergleich zu den vorigen Spielen um einiges verbesserte. Trotzdem reichte es vorn und hinten nicht. Die Grünheider waren immer ein Tor voraus. Über die Stationen 20:21, 22:23 und 25:25 entwickelte sich eine hochdramatische Schlussphase. Die Tafel zeigte noch 40 Sekunden Spielzeit. Grünheide erzielt den Führungstreffer zum 26:25. Noch über eine halbe Minute Zeit blieb dem HCA, der jetzt mit einem siebten Feldspieler agierte, um das Unmögliche möglich zu machen, doch es hat nicht sollen sein. Denkbar knapp, in einer ausgeglichenen Partie, verloren die Angermünder erstmals in der heimischen Hölle.

„Es war sicherlich keine Schande, gegen den Tabellenführer zu verlieren, allerdings wäre ein Remis ein verdientes Endresultat gewesen.“, so Villain nach dem Schlusspfiff. Auch Coach Abel war zufrieden mit der Leistung und hofft, am kommenden Sonntag in Brandenburg den ersten Auswärtssieg einfahren zu können.

Für den HCA spielten: A. Fischer, R. Riege – S. Taube (5 Tore/davon 3 Siebenmeter), F. Bastkowski (7), P. Svarovsky (5), M. Brederecke (4), J. Plötz (1), S. Bräunig (1), A. Villain (1), F. Bailleu (1), M. Gutt, H. Branding, D. Reinicke

Montag, 1. November 2010

HANDBALL:männliche Jugend C, Spielunion Nordost

Angermünde (wk) 4.Spiel, 4.Sieg - die Saison kann so weiter gehen.Die Jungen des HCA sind weiter in der Erfolgsspur. Sicher ,das Endergebnis von 28:12 Toren gegen die Gäste klingt deutlich, eine spielerische Offenbarung jedoch war es diesmal nicht ganz.

Aber der Reihe nach. Der Start war geglückt. Bereits nach 4 Spielminuten führten die HCA-Jungen mit 5:1- Toren. Schnelle Angriffe und ein schneller Abschluss über die Halbpositionen waren der Garant einer schnellen Führung. Vor allem Kevin Baumgart war in dieser Startphase nicht zu stoppen. Insegesamt 4 von 5 der Angermünder Treffer erzielte er ganz allein, schön aus der Bewegung heraus kommend. Das war richtig gut. Dann der erste Hänger. Die Gäste stabilisierten sich, durch leichtfertige technische Fehler des Gastgebers begünstigt und schon stand es nur noch 5:8(10.Minute). Nun verlagerte sich das Spiel der Angermünder auf die andere Angriffsseite. Eric Pazio kam gemeinsam mit seinem Außen Max Thönneßen besser ins Spiel und beide erzielten Wirkung. Der HCA führte nun mit 13:7 Toren.Nun folgten einige Wechsel auf Angermünder Seite, jeder HCA-Spieler sollte spielen,.Das eröffnete zwar dem Gegner immer wieder neue Möglichkeiten, aber die Jungen aus Angermünde waren stark genug um in Vorderhand zu bleiben.

Mit einem vorentscheidenden 18:8- Vorsprung ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel sollte eigentlich Ruhe in die Aktionen der Gastgeber einziehen. Leider gelang das nicht so wie erwünscht.Der Start war ja noch richtig gut. Marc Habermann taute auf und wurde am Kreis nun auch deutlich besser bedient.Lukas Branding drehte auf und Eric Pazio traf erneut sicher.. Mit dem 25:8 ((35.Minute) waren eigentlich alle Messen gesungen. Anstatt nun locker weiter zu spielen, wurde der Spielfaden leider nie wieder aufgenommen.. In der letzten Viertelstunde des Spiels ging es drunter und drüber. Schade eigentlich. Die Gastgeber versiebten Chancen ohne Ende,leisteten sich Fehlabspiele und waren deutlich unter dem bisherigen Spielniveau. Die Trainingspause der Ferien zeigte Wirkung, es gelang fast nichts mehr.

Nun gut, am Ende gab es einen deutlichen, aber schmucklosen 28:12- Erfolg für die HCA-Jungen. Die Tabellenführung ist weiterhin gesichert, aber gegen einen stärkeren Gegner hätte deas heute sicher nicht gereicht. Also - beim nächsten mal mehr Konzentration!

Für den HCA spielten: C.Püschel,A.Mundt: T.Schellner,C.Ebert, M.Arndt,H.Hartwig(1),M.Habermann(3),K.Baumgart(4),M.Wolak(5),M.Toll(1), L.Branding(6),M.Thönneßen, E.Pazio(8) und M.Hahne

Sonntag, 17. Oktober 2010

Männer: Schwarzer Samstag für den HCA

Wittenberge (fb) In ihrem dritten Auswärtsspiel hat die Männermannschaft des HC 52 Angermünde (Platz 8) in Wittenberge eine bittere Niederlage einstecken müssen. Die Uckermärker konnten besonders in der zweiten Hälfte nicht überzeugen und verloren gegen einen überzeugenden PHC (Platz 3) mit 41:27 (17:13). Der HCA bleibt trotz dieser Niederlage weiterhin im einstelligen Tabellenrang der Verbandsliga Nord.

Es war eine der längsten Auswärtsfahrten des gesamten Spieljahres und gleichzeitig eines der derbsten Niederlagen, die die Angermünder zu spüren bekamen. Trotz erkennbarer Motivation vor Spielbeginn in der Kabine, konnte das Geforderte auf dem Feld nicht umgesetzt werden. Trainer Abel wollte, dass seine Akteure „mit einer offensiven Deckung den wurfgewaltigen Gegner frühzeitig stören.“

Leider klappte das nur in den Anfangsminuten, in denen sich die Gäste durch Brederecke und Svarovsky von 1:2 über 3:4 auf 4:5 absetzten. Zwar sah Abwehrspezialist Bailleu schon nach einer Minute die ersten Zwei-Minuten-Zeitstrafe, doch es sollte ein Zeichen sein, dass die Uckermärker nicht umsonst die lange Auswärtsfahrt angetreten sind und aktive Gegenwehr zeigten. Nach zehn Minuten gespielter Zeit erzielte der PHC den ersten Führungstreffer zum 6:5 und setzte sich kurzerhand auf 11:6 ab. Die sonst so überzeugende Abwehr der Angermünder schien an diesem Tag wie eine bröckelnde Mauer zu stehen und lud nur zum Torewerfen ein. Taube konnte aus dem Rückraum und Bailleu von der Außenposition zwar auf 16:13 verkürzen, allerdings ging es mit einem Vier-Tore-Minus in die Kabine (17:13).

„Erinnert euch an letztes Jahr“, motivierte man sich selbst in der Kabine. „Wir haben mit fünf Toren zurückgelegen und ein Remis erkämpft!“ Der Siegeswille war definitiv bei allen Akteuren vorhanden, doch die Leistung, die in den zweiten dreißig Minuten auf dem Feld dargeboten wurde glich einem Landesliganiveau.

Der erste Angriff der Angermünder wurde abgefangen und zwanzig Sekunden später zappelte der Ball im eigenen Netz. Zwar zeigten die Gäste durch Villain und Bräunig schöne Tore, allerdings war die Gesamtleistung der Hälfte zwei unterdurchschnittlich. „Wir müssen weiter geradeaus schauen und dürfen nicht den Kopf hängenlassen“, ergänzte Captain Mercier nach dem Abpfiff. „Wir sind eine starke Truppe und lassen uns von einem Ausrutscher wie diesen nicht aus dem Konzept bringen und werden nächstes Spiel besser gestalten.“ Mit 41:27 unterlag der HCA in einer auf beiden Seiten fair geführten Partie gegen den PHC Wittenberge.

Nach dieser Niederlage stehen auswärts null Punkte auf dem Pluskonto, hingegen konnten die Angermünder in heimischer Halle alle Begegnungen für sich entscheiden. Handelt es sich also um den Auswärtsfluch?
Am 07.11. empfängt der HC 52 Angermünde den bisher ungeschlagenen Grünheider SV II (Platz 1), gegen den man im letzten Spieljahr noch mit 31:25 siegte.

Für den HCA spielte: A. Fischer, R. Riege – S. Taube (5 Tore/davon 3 Siebenmeter), F. Bailleu (5), P. Svarovsky (4), F. Bastkowski (4), M. Brederecke (3), A. Villain (3), S. Bräunig (2), C. Mercier (1), J. Plötz

Dienstag, 12. Oktober 2010

Saisonauftakt nach Maß

Saisonauftakt nach Maß - weibliche Jugend C

In ihrer 2 Saison mussten die Jungen Damen des HCA zum Jugend C Team auf Finow. Gab es im Vorjahr noch 2 Schlappen gegen die Barnimer sollte nun endlich mal ein Sieg her. Coach Krakow und Co Czözcock schworen das Team ein. Und auf geht’s mit dem Schlachtruf „HAU WEG“ startetet die neue Saison. Das erste Tor der Partie war dem Gastgeber vorbehalten, doch anders als im Vorjahr blieben die Mädels dran und es stellte sich erster Erfolg ein. Über die Stationen 4:2, 5:5 m bis hin zum 11:11. Vor allem Maren Barholz war es die den HCA im Spiel hielt. Es waren noch 3 Sekunden und 7m für die Uckermärker. Barholz nahm den Ball und verwandelte sicher zur 12:11 Pausenführung. Erstmals mit einer Führung in die Pause, lange haben die Mädchen darauf hin gearbeitet. Hatten sie doch von Mai bis ende Juli 3 Einheiten die Woche und musstenn dabei noch die Laufschuhe anziehen und lernten die Grundlagen des Sports – Ausdauer am eigen Leib kennen. Aber nun weiter zum Spiel. Nach dem 12:12 folgte die stärkste Phase der Gäste. Eine gute aggressive Deckung und ein schnelles Umschalten ermöglichten Tore am Fließband über 12:13, 13:18 konnte man sich bis auf 14:21 absetzen. Nach 2 Time Out s durch die Trainergespanne entwickelte sich nun ein spannendes Spiel. Das heißt waren die HCA Mädchen in der Lage erstmals eine Führung über die Zeit zu bringen und erstmals in ihrer noch Jungen aktiven Laufbahn ein Spiel zu gewinnen? Bis auf 2 Tore zum 22:24 kam Finow noch einmal heran, doch gekonnt setzten sich Mia Zielke und Anika Lüben immer wieder auf der rechten Seite durch und sorgten für Tore. Am Ende konnte in der 2. Halbzeit eine geschlossene Mannschaftsleitung beobachtet werden, alle Spielerinnen bekamen Einsatzzeiten und auch Lisa Bretsch verdiente sich zunehmend gute Noten im Tor. Dorothee Schweizer machte dann den ersten 27:23 Sieg perfekt. Freude kam durch, ach was, riesen Jubel brach aus und die Mädels begriffen nun was ihnen erstmals gelang. Endlich der erhoffte Erfolg und der Lohn für die vielen Trainingseinheiten und Kapitän Lucy Gehrke resümierte am Ende, das war mal eine tolle Leistung über die gesamten 50 Minuten. Dann hieß es aber 1 Woche später Heimspiel in der Mehrzweckhalle und der Staffelfavorit Lychen kam. Die Norduckermärkerinnen wurden ihrer Rolle auch gerecht und gewannen verdient 30:15. Am Ende ist aber zu erkennen es geht aufwärts. Verlor man im Vorjahr noch 48:8 konnte sich eine Steigerung einstellen. Und wenn das Team noch mit etwas mehr Routine agiert wir auch der nächste Sieg sicher möglich sein. Die Chance dazu haben die Jungen Damen bereits am 30.10 bei der Vertretung aus Prenzlau.

Viel Glück.

HCA spielt mit, Bretsch (Tor), Barholz, Gehrke, Karbe, Zielke, Schweizer, Lüben, Appelt, Buhl, Schweizer P., Sperling, Püschel

Sonntag, 10. Oktober 2010

ml. C-Jgd: Kantersieg bei Randberlinern

Hohen Neuendorf (wk) Das dritte Saisonspiel der C-Jungen des HC 52 Angermünde endete mit einem deutlichen und nie gefährdeten 45:15 Sieg gegen den Gastgeber FSV Forst Borgsdorf. Damit setzten sich die Gäste aus Angermünde an die Tabellenspitze (6:0 Punkte und 94:58 Tore).

Aber nun zum Spiel. Schon die Startphase war für den Gastgeber fast schwindelerregend. Nach knapp 2 Minuten führte der Gast mit 3:0 Toren. Gefährlichkeit auf allen Positionen, schnelle Positionswechsel und der deutliche Drang zum Tor waren die typischen Merkmale einer zunächst stark auftrumpfenden HCA-Mannschaft. Die Gäste schraubten den Vorsprung mit tollen Kombinationen bis zur 13.Minute auf ein vorentscheidenden 15:2 Spielstand. Dann ein fast kompletter Wechsel bei den Gästen. Kurzfristig geriet der Spielfluss zwar ins Stocken, an der Dominanz der Gäste in diesem Spiel gab es jedoch weiterhin keinen Zweifel. Mit einem 20:6 ging es dann in die Halbzeitpause nach 25 Spielminuten.

Im 2. Spielabschnitt begann der HCA weiter sehr engagiert und konzentriert. Torgefahr auf allen Positionen lautete die taktische Marschroute von ÜL W. Kühn für seine Jungen. Dies wurde dann auch weiterhin klug umgesetzt. Marcus Toll zeigte sich im Spiel und vom 7m-Punkt als bester Torschütze des Tages, Lukas Branding führte klug Regie auf der Mitte und auch Marc Habermann am Kreis zeigte eine kampfstarke Partie. Der Gegner stemmte sich aufopferungsvoll gegen die drohende Niederlage, hatte aber deutliche technische Mängel bei seinen Aktionen. Denn nun wachten auch die anderen Angermünder Spieler auf und es gelang tatsächlich allen Angermündern sich in die Torschützenliste einzutragen. Nach 40 Spielminuten führte der HCA bereits mit 40:12 Toren. In der Schlussphase des Spiels ließ es der Gast ein wenig ruhiger angehen. Der eine oder andere Spielzug wurde ausprobiert. Kevin Baumgart und Mario Hahne kamen nun auch zu ihren Torerfolgen und den vielumjubelten Schlusspunkt- oder besser gesagt den Schlusstreffer -erzielte Marvin Arndt.

Nach 50 Spielminuten stand der 2. Auswärtserfolg für die Jungen des HCA fest. Nun muss im Training weiter gearbeitet werden um gegen die starken Gegner aus Hennigsdorf, Eichstädt und Schönwalde zu bestehen. Zunächst ist aber erst einmal Ferienzeit.

Für den HCA spielten: A. Mundt, Ch. Püschel; M.Arndt (1), M. Toll (6/5),  L. Branding (7), M. Habermann (6), M. Thönneßen (5), E. Pazio (7), T. Schellner(1), M. Hahne (2) und K. Baumgart (5)

Frauen: Krimi auf dem Handballfeld

Angermünde (fb) In der Oberliga Ostsee-Spree konnte die Frauenmannschaft des HC 52 Angermünde (Platz 12) ihren ersten Punkt einfahren. Gegen den Berliner TSC II (7. Platz) erspielten die Uckermärkerinnen ein 18:18-Remis (Halbzeitstand 11:6) und rutschen somit als Tabellenschlusslicht einen Rang nach oben.

Es war ein Spielverlauf, der nicht spannender hätte sein können. Die Angermünderinnen führten 24 Minuten vor Spielende mit 13:6 und gaben diesen immensen Vorsprung noch aus der Hand, hätten sogar fast noch verloren.

Doch der Reihe nach. Immer noch fehlten Trainer Reinicke, Dolch, Walter und Köder. Die Voraussetzungen waren also alles andere als rosig. Doch Ersatztrainerin Wasany machte ihren Job auf der Bank gut. Lautstark motivierte sie ihre Akteurinnen und blies zum Kampf um die ersten Punkte der neuen Liga. Das Vorhaben ging auf. Erster Angriff, erstes Tor. Kruse zeigte ihre Sprung- und Wurfkraft und verwandelte zum 1:0. Auch das zweite und dritte Tor ließen nicht lange auf sich warten. Klan und Cettl verwandelten aus dem Rückraum (3:0). In der Deckung standen die Uckermärkerinnen gut. Frühzeitig wurden die Gegnerinnen gestört. Nicht selten landete der Torwurf der Berlinerinnen zwei Meter am Pfosten vorbei und bot den „Hausdamen“ Möglichkeiten zum Konter. Doch auch die eigene Ausbeute hätte größer ausfallen können. „Es war ein ständiges Hin und Her.“, so Kreisläuferin Tesch, die dem Personalmangel der Angermünderinnen mit ihrem Einsatz entgegenwirkte. „Wir hatten gute Möglichkeiten im Angriff, oftmals aber Pech im Abschluss.“ Nach zwanzig Minuten stand es 7:2. Das sprach einerseits für eine souveräne Deckungsarbeit, aber auch, dass die eigenen Angriffsmöglichkeiten hätten besser genutzt werden müssen. Dahlke, Baumann und Duckert konnten jedoch den Vorsprung der ersten Hälfte von den Außenpositionen erhöhen und sorgten mit ihren Toren für den verdienten 11:6 Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff schien alles nach Plan zu laufen. Es stand bereits 13:6 und die Angermünderinnen schienen das Spiel zu beherrschen und die ersten zwei Punkte einfahren zu können. Doch auch bei einem Sieben-Tore-Vorsprung ist die Messe noch nicht gelesen. Beobachtete man die Auswechselbank der Berlinerinnen, so spürte man Motivation und den Glauben, noch gewinnen zu können. In den nächsten sechs Minuten konnte man erneut ein stetiges Hin und Her beobachten. Erwähnenswert ist dabei die Leistung der Angermünder Torhüterin Kind, die alle Siebenmeter der Gäste entschärfen konnte und auch im Positionsspiel mit sensationellen Paraden glänzte. Es stand mittlerweile 16:9 für den HCA und die noch zwanzig Minuten bis zum Abpfiff schienen unheimlich langsam vonstatten zu gehen. „Wir kennen unsere Schwäche der letzten Minuten aus den Spielen zuvor.“, so Coach Wasany. Tatsächlich riss der Spielfaden des HCA genau in dieser Phase. Wer aber glaubt daran, einen so hohen Rückstand noch einholen zu können? Die Berlinerinnen! Sie kämpften sich zurück ins Spiel und verwandelten einen Ball nach dem anderen. Beim Stand von 18:12 in der vierzehnten Minute der zweiten Hälfte wussten die Gastgeberinnen noch nicht, dass sie kein einziges Tor mehr erzielen würden. Immer wieder traf man den Pfosten oder warf die gegnerische Torfrau berühmt. Was in der ersten Hälfte problemlos klappte, fand in der Schlussphase keinen Erfolg. Die Hauptstädterinnen drehten ihren Motor auf Hochtouren und erzielten einfache Tore aus dem Rückraum – eins nach dem anderen. Eine Minute vorm Ende, beim Stand von 18:17 für den HCA kam es dann zu einer Schlüsselszene. Der TSC macht einen Wechselfehler. In Überzahl, mit einem Tor Vorsprung, musste der Ball nur ruhig ausgespielt werden und zwei Punkte wären sicher. Leichter gesagt als getan. Die Gäste stibitzten den Ball und erzielten den Ausgleichstreffer. Auch in den letzten Sekunden traf der HCA nicht mehr und gaben den Ball zwölf Sekunden vorm Abpfiff zu leicht aus der Hand. Torhüterin Kind konnte glücklicherweise den letzten Angriff des TSC entschärfen.

So endete ein Handballkrimi schließlich mit einem Punktgewinn für die Berlinerinnen und einem Punktverlust für den HCA. Kommenden Spieltag trifft der HCA auf den unmittelbaren Tabellennachbarn Oranienburg und kann auf einen Teil der ausgefallenen Spielerinnen zurückgreifen.

Für den HCA spielten: A. Päplow, M. Kind – K. Kruse (3 Tore/davon 2 Siebenmeter), O. Cettl (3), J. Duckert (3), J. Klan (3), J. Baumann (2), E. Dahlke (2), M. Tesch (1), D. Hahne (1), U. Paul, F. Kottke

Männer: "Spiel und Sieg"

Angermünde  (fb) Das vierte Verbandligaspiel der Männermannschaft des HC 52 Angermünde (9. Platz) endete mit einem verdienten 30:26 (15:10) Erfolg gegen den MTV Altlandsberg II (3. Platz). Damit bleiben die Akteure unter Trainer Abel in der heimischen Halle weiter ungeschlagen und können vom neunten Tabellenrang etwas nach oben klettern.

Schon anderthalb Stunden vorm Anpfiff forderte Coach Abel mit einer Motivation und Körpersprache aufzutreten, die einen Sieg zur Folge haben müssen. „Auch wenn Svarovsky und Reinicke als wichtige Rückraumspieler fehlen, agieren wir als geschlossene Mannschaft, helfen uns gegenseitig aus und zeigen den Gegnern unsere Heimstärke“, stellte Captain Mercier heraus.

Mit dem Anpfiff stand die HCA-Deckung offensiv und störte den Gegner frühzeitig. Immerhin wussten die Uckermärker, dass sie es mit der angriffsstärksten Mannschaft der Liga zu tun hatten, die in ihren bisher drei Spielen 110 Tore auf dem Plus-Konto hatten. Der Plan ging auf: Rechtzeitiges Heraustreten und intelligentes Antizipieren ließ wenig Spielraum für die Gäste. Der HCA setzte sich zügig von 1:0 über 3:2 auf 5:2 ab. Besonders Villain und Bailleu standen nahezu unüberwindbar in der Deckung und hatten ihren Gegner im wahrsten Sinne des Wortes „fest im Griff“. Immer wieder konnten die Anspiele abgefangen und Konter eingeleitet werden. „Die Ausbeute bei den schnellen Angriffen ist noch nicht wünschenswert. Gerade Konter müssen den Weg ins Tor finden.“, so Trainer Abel nach der Partie. Recht hatte er, denn zwei Hundertprozentige wurden nicht verwertet und so konnte sich der MTV im Gegenzug auf 9:8 herankämpfen. In einer vom Heimverein genommenen Auszeit wurden die Spieler aufgefordert, wie in der Anfangsphase gegenzuhalten und die sicheren Würfe zu verwandeln. Gesagt, getan. Brederecke und Taube agierten aus dem Rückraum und erzielten durch schöne Einzelaktionen den alten Vorsprung. Zehn Sekunden vor Ultimo der ersten Hälfte zeigte die Tafel ein sehenswertes 15:9 für die Hausherren, ehe sie noch mit dem Abpfiff ein Gegentor bekamen und „nur“ mit einem Fünf-Tore-Polster in die Kabine gingen.

Die Ansprache stellte erneut die Devise der Partie heraus: Spiel und Sieg. Mit der gleichen Motivation und etwas mehr Cleverness im Abschluss sollte auch die letzte halbe Stunde auf dem Feld gestaltet werden, um so zwei wichtige Punkte einzufahren.

Um es vorweg zu verraten, hatte der HCA bis zum Schluss den Gegner unter Kontrolle. Zu keiner Zeit konnten die Märkisch-Oderländer spielentscheidend den Rückstand einholen. Beim Stand von 17:14 verwandelte Torgarant Plötz von der Außenposition und Villain vom Siebenmeterpunkt und ließen so das Tore-Konto der Uckermärker wachsen. Als die Tafel ein 20:16 zeigte, wurde das Spiel turbulenter. Der Gegner bekam wegen Meckerns auf den Schiedsrichter eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Die HCA-Deckung stellte sich daraufhin kurzerhand um und spielte mit zwei offensiven Spielern. Die Zuspiele wurden so noch besser abgefangen und, man staune, die Konter in Torerfolge umgesetzt. Binnen vier Minuten wurde so der Vorsprung auf 24:17 erhöht. Es waren zwar noch zwölf Minuten zu spielen, allerdings war das schon die erste Vorentscheidung. Der Gegner konnte diese sieben Tore Rückstand nicht mehr kompensieren und aufholen. Über die Stationen 24:20, 26:22 und 28:24 erspielten sich die Angermünder bis zum 30:26 Endstand ihren zweiten Heimspielsieg im zweiten Spiel und stehen mit 4:4 Punkten weiterhin im Mittelfeld der Verbandsliga Nord.

Kommenden Spieltag treten sie gegen den PHC Wittenberge an, gegen den sie letztes Jahr ein Remis erspielen konnten. Auch wenn es ein Auswärtsspiel ist, kann dieser HCA bei entsprechender Motivation jeden Gegner der Liga schlagen. Man sei gespannt auf das Resultat…

Für den HCA spielten: A. Fischer – A. Villain (8 Tore/davon 3 Siebenmeter), S. Taube (7/1), J. Plötz (6), M. Brederecke (6), F. Bailleu (1), M. Gutt (1), F. Bastkowski (1), H. Branding, S. Bräunig